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BEATE PICHLERErnüchternd sind da nur die Zahlen: Die ersten Erfahrungen mit Alkohol machen Österreichs Kinder schon mit elf Jahren. Knapp zehn Prozent der 13-Jährigen haben die Volksdroge Nummer eins schon mehr als 40 Mal konsumiert. Mehr als ein Drittel der 15-jährigen Schülerinnen und 38 Prozent der gleichaltrigen Schüler waren schon mindestens zwei Mal betrunken. Nur ein Fünftel der Jugendlichen trinkt nie . . . Mit diesen Zahlen, vom Fonds Gesundes Österreich auf den Tisch gelegt, liegen wir im europäischen Spitzenfeld. Professor Michael Musalek, Leiter der Wiener Suchtklinik Anton-Proksch-Institut, kennt die Zahlen. Und die Fakten: Obwohl "sowohl beim Konsum also auch bei den Alkohol-Kranken" die Zahlen seit 20 bis 30 Jahren stabil seien, gebe es in zwei Bereichen "zum Teil erschreckend starke Zuwächse: bei den Frauen und auch bei den Kindern und Jugendlichen, die immer mehr und immer früher" zum Alkohol greifen. Vor 40 Jahren sei das Einstiegsalter noch bei 16 bis 18 Jahren gelegen, vor zehn bis 15 Jahren bei 15 - heute sind es die Elf- und Zwölfjährigen, die sich das erste Mal die Kraft geben. Da sei eine "ganz deutliche Veränderung" festzustellen, konstatiert Primarius Musalek. Und das "ganz im krassen Gegensatz zum Gesetz", das den Jugendlichen ja erst ab 16 Jahren den Griff zur Flasche zubilligt. KampftrinkenNoch was hat sich geändert. "Kampftrinken" - oder so genanntes Binge-Drinking - ist angesagt. "Möglichst rasch möglichst viel", übersetzt Musalek. War das früher eine Stärke der Burschen, halten heute die Mädchen - früher reif und oft mit älteren Freunden unterwegs - durchaus mit. Da kommt's dann schon vor, dass schon 15-Jährige auf der Intensivstation landen. |
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