Die Schweizer Forscher mischten kleine THC-Mengen in das Futter von Labormäusen, die durch Veränderungen des Erbguts besonders anfällig für Arteriosklerose gemacht worden waren. Der Cannabis-Wirkstoff lagerte sich an die CB2-Rezeptoren von Immunzellen an und blockierte damit zu Teilen die Entwicklung von Entzündungen, die sich im Körper bei Arteriosklerose bilden. Diese Entzündungen sind mitverantwortlich für die allmähliche Verstopfung der Blutgefäße bei Arteriosklerose. Auch bei den behandelten Labormäusen wurden hohe Blutfettwerte festgestellt, die Entwicklung von Arteriosklerose wurde aber durch die THC-Gaben verlangsamt.

Die Schweizer Forscher regten weitere Untersuchungen zur Wirkungsweise von Cannabis auf die CB2-Rezeptoren an. Nach Ansicht des US-Experten Michael Roth sollte aus der Studie keinesfalls geschlossen werden, dass Haschisch-Rauchen Arteriosklerose vorbeugen würde. Einerseits werde durch Cannabis-Rauch die Versorgung von Lungen und Herz mit Sauerstoff verschlechtert. Zudem wirke THC auch auf den Rezeptor CB1 und erhöhe damit Pulsschlag und Blutdruck. Dies seien Risikofaktoren für Herzinfarkte und Schlaganfälle, fügte Roth hinzu. Bei der Behandlung von Arteriosklerose setzen die Ärzte bisher vor allem auf die Verringerung des Cholesterins und die Herabsetzung des Blutdrucks.(APA)
 

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