Süße Alkoholgetränke (Alkopops) – versteckte Gefahren für Jugendliche!
Im Frühjahr dieses Jahres musste ein zehnjähriger Jugendlicher in der Steiermark nach dem Konsum von einer Flasche Wodka mit zwei Promille Alkohol im Blut ins Spital gebracht werden. Die Gefahr lauert insbesondere darin, dass das konsumierte Getränk ("Eristoff Black" mit Beerengeschmack) so gar nicht nach Hochprozentigem schmeckt.
"Ein normales alkoholisches Getränk - Wein, Bier oder auch klassischen Wodka - bringt der Jugendliche in der Regel in dem Alter nicht hinunter, weil sein Körper vorher alle Abwehrreaktionen zeigt", erklärte Alkohol- und Suchtexperte Michael Musalek.
Laut Musalek greifen immer mehr junge Menschen zu Alkohol - und zwar immer früher: "Wir haben eine dramatische Vorverlegung des Alkoholeinstiegsalters. Zwischen elf und 13 Jahren ist es durchaus üblich, dass die ersten Erfahrungen mit Alkohol gemacht werden, früher war das mit 14 bis 16 Jahren so."
"Am gefährlichsten sind hochprozentige Spirituosen in Verbindung mit süßen Getränken", warnte der Leiter des Anton-Proksch-Instituts. Merke man einem Drink den Alkoholgehalt nicht an, würden Jugendliche generell stärker animiert. "Wenn die Getränke noch dazu süß sind, wird das Durstzentrum angeregt, wodurch man das Gefühl bekommt, mehr trinken zu müssen. Man hat Gusto auf mehr", erklärte Musalek.
"Trinkt man solche Getränke rasch, ist das Problem, dass sich die Merkmale des Alkoholkonsums - Übelkeit, Erbrechen - erst später einstellen. Dadurch kommt es leichter zu Vergiftungen", so der Experte weiter. Von Koffein in alkoholischen Getränken geht ebenfalls eine Gefahr aus: "Die Betrunkenheit spürt man dadurch, dass man müde und benommen wird. Durch das Koffein tritt das nicht ein."






